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Keyword-Recherche: Wie Du die richtigen Suchbegriffe für Dein Unternehmen findest

Keyword-Recherche entscheidet, ob Deine Inhalte gefunden werden oder nicht. Diese Anleitung zeigt Dir, wie Du systematisch die richtigen Begriffe findest.

Niklas Bern Niklas Bern 9 Min. Lesezeit
Zusammenfassung

Keyword-Recherche ist die Grundlage jeder SEO-Strategie. Wer die falschen Begriffe optimiert, investiert Energie ohne Ergebnis. Der richtige Ansatz: Suchintention verstehen, Suchvolumen und Wettbewerb abwägen, Long-Tail-Keywords für schnellere Erfolge nutzen und Keywords systematisch auf Seiten und Artikel verteilen.

Warum falsche Keywords Zeit und Geld verbrennen

Keyword-Recherche Anleitung — Nahaufnahme von Händen auf Laptop-Tastatur bei der Keyword-Analyse
Keyword-Recherche ist keine Einmalaktion, sondern der kontinuierliche Prozess, zu verstehen, wie Deine Zielkunden wirklich suchen.

Stell Dir vor, Du betreibst ein Schreinerhandwerk in Münster und optimierst Deine Website für den Begriff “Holzverarbeitung”. Klingt passend. Ist es aber nicht — denn wer nach “Holzverarbeitung” sucht, will meist etwas über Industrieprozesse lesen, nicht einen Schreiner beauftragen. Ergebnis: Verkehr ohne Kunden.

Keyword-Recherche ist der Unterschied zwischen SEO, das Anfragen bringt, und SEO, das Klicks produziert, die nie zu Kunden werden. Dieser Artikel zeigt Dir, wie Du systematisch die richtigen Suchbegriffe für Dein Unternehmen findest.

Schritt 1: Suchintention verstehen — das Wichtigste überhaupt

Bevor Du irgendeinen Suchbegriff analysierst, musst Du verstehen, was ein Nutzer damit will. Google unterscheidet vier Typen von Suchintentionen:

IntentionstypBeispielWas der Nutzer will
Informational”Was kostet SEO?”Informationen sammeln
Navigational”NB Werbeagentur Münster”Eine bestimmte Website finden
Commercial”beste SEO-Agentur Münster”Anbieter vergleichen
Transactional”SEO-Beratung buchen”Direkt eine Aktion ausführen

Die Suchintention bestimmt, welcher Inhaltstyp für ein Keyword ranken wird. Schreib einen Blogartikel für ein informational Keyword und eine Leistungsseite für ein transactional Keyword — nicht umgekehrt.

Praktische Methode: Gib das Keyword bei Google ein und schau, was auf Seite 1 erscheint. Wenn dort ausschließlich Ratgeberartikel ranken, will Google für dieses Keyword informationale Inhalte. Wenn Produktseiten oder Angebotsseiten dominieren, ist transaktionaler Intent gefragt.

Schritt 2: Brainstorming — Keyword-Ideen sammeln

Starte mit dem, was Du bereits weißt. Schreib alle Begriffe auf, mit denen Kunden bei Dir anklopfen. Welche Fragen stellen sie? Welche Begriffe nutzen sie in E-Mails oder Telefongesprächen?

Quellen für Keyword-Ideen:

Google Suggest — Tippe Dein Kernthema in die Suchleiste und notiere alle Autocomplete-Vorschläge. Diese Begriffe kommen direkt aus echten Suchanfragen.

People Also Ask — Die “Weitere Fragen”-Box in den Google-Suchergebnissen zeigt Dir häufige Fragen rund um ein Thema. Goldgrube für Blogartikel-Ideen.

Related Searches — Am Ende der Suchergebnisseite findest Du verwandte Suchbegriffe, die Google mit Deinem Keyword assoziiert.

AnswerThePublic — Dieses Tool visualisiert Fragen und Präpositionen rund um einen Begriff. Kostenlos für wenige Abfragen pro Tag.

Mitbewerber analysieren — Was sind die Titles der Seiten, die für Dein Kernthema auf Seite 1 ranken? Das zeigt Dir, welche Keyword-Kombinationen tatsächlich funktionieren.

Schritt 3: Suchvolumen und Wettbewerb abwägen

Nicht jedes Keyword ist gleich gut geeignet. Du brauchst die Balance aus zwei Faktoren:

Suchvolumen: Wie oft wird dieser Begriff pro Monat gesucht? Kein Suchvolumen = kein Traffic, egal wie gut Du rankst.

Keyword-Difficulty (KD): Wie hart ist der Wettbewerb um diesen Begriff? Tools wie Ahrefs, Semrush oder Ubersuggest geben einen KD-Score von 0–100.

Für kleine und mittelgroße Unternehmen gilt: Keywords mit einem KD-Score unter 30 und einem Suchvolumen von 100–1.000 Suchanfragen/Monat sind der Sweet Spot. Für Keywords mit KD über 60 brauchst Du entweder eine starke Domain-Autorität oder sehr viel Zeit.

Schritt 4: Long-Tail-Keywords gezielt einsetzen

Long-Tail-Keywords sind Deine Geheimwaffe als kleines Unternehmen. Statt gegen Konzerne um “SEO” (KD: 95, 500.000 Suchen/Monat) zu kämpfen, fokussierst Du Dich auf spezifische, kaufnahe Begriffe:

  • “SEO für Handwerksbetriebe Münster” (KD: 15, 80 Suchen/Monat)
  • “Webdesign für Zahnarztpraxis” (KD: 22, 150 Suchen/Monat)
  • “Google Ads Agentur Münster Westfalen” (KD: 18, 90 Suchen/Monat)

Diese Begriffe haben weniger Traffic — aber wer so spezifisch sucht, ist deutlich näher an einer Kaufentscheidung. Die Conversion-Rate ist höher, der Wettbewerb geringer, und die Rankings kommen schneller.

Schritt 5: Keywords auf Seiten und Artikel verteilen

Keyword-Recherche hört nicht beim Sammeln auf — die Keywords müssen sauber auf Deine Website-Struktur verteilt werden.

Grundprinzip:

  • Transaktionale Keywords → Leistungsseiten
  • Informational Keywords → Blogartikel
  • Lokale Keywords → Lokale Landingpages oder in Leistungsseiten einbauen

Keyword-Map erstellen: Erstelle eine einfache Tabelle mit drei Spalten: Seiten-URL, primäres Keyword, sekundäre Keywords. Jedes Keyword kommt nur einmal vor. So vermeidest Du Keyword-Kannibalisierung — den häufigsten Fehler in der Keyword-Strategie.

Wie Du die gefundenen Keywords dann technisch sauber umsetzt, zeigt Dir unsere On-Page SEO Checkliste mit allen 12 wichtigsten Faktoren.

Schritt 6: Bestehende Rankings als Ausgangspunkt nutzen

Bevor Du neue Keywords recherchierst, schau Dir an, für welche Begriffe Du bereits rankst. Die Google Search Console zeigt Dir unter “Performance” alle Suchanfragen, zu denen Deine Website in den Suchergebnissen erscheint — inklusive Klicks, Impressionen und durchschnittlicher Position.

Manchmal rankst Du bereits auf Position 8–20 für relevante Keywords. Diese “Quick-Win-Keywords” sind oft einfacher nach oben zu schieben als komplett neue Keywords zu erschließen: Ein verbesserter Meta-Title, tiefere Inhalte und ein paar interne Links können Position 15 auf Position 5 bewegen.

Keyword-Recherche: Häufige Fehler

Zu breite Keywords wählen: “Marketing”, “Design”, “IT” — zu allgemein, zu viel Wettbewerb, falsche Nutzerabsicht. Immer konkretisieren.

Suchvolumen überbewerten: 50 Suchanfragen pro Monat für ein hochrelevantes, kaufnahes Keyword können mehr Wert sein als 5.000 Suchanfragen für ein informationelles Keyword, das nie zu Kunden wird.

Einmalig recherchieren: Suchverhalten verändert sich. Neue Produkte entstehen, Trends kommen und gehen, Wettbewerber tauchen auf. Keyword-Recherche ist kein Einmalprojekt, sondern ein Teil der laufenden SEO-Arbeit.

Keywords nicht priorisieren: 200 Keywords gleichzeitig angehen führt zu nichts. Fang mit 5–10 Keywords an, die Dein Kerngeschäft abbilden, und baue systematisch aus.

Dein nächster Schritt

Keyword-Recherche klingt nach viel Aufwand — ist sie aber nicht, wenn Du systematisch vorgehst. Fang mit Google Suggest und der Search Console an, dann schau Dir Deinen Wettbewerb an, und erstelle anschließend eine einfache Keyword-Map für Deine 5 wichtigsten Seiten.

Für einen strukturierten Einstieg oder wenn Du den Prozess lieber auslagern möchtest: Auf unserer SEO-Leistungsseite erfährst Du, wie wir Keyword-Strategie und Inhalte für Unternehmen in Münster aufbauen.


Keyword-Strategie mit NB Werbeagentur Münster

Du weißt nicht, für welche Begriffe Du Deine Website optimieren sollst? Als SEO-Agentur in Münster entwickle ich gemeinsam mit Dir eine Keyword-Strategie, die zu Deinen Geschäftszielen passt.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Suchvolumen und wie wichtig ist es?

Suchvolumen gibt an, wie oft ein Keyword durchschnittlich pro Monat bei Google eingegeben wird. Hohes Suchvolumen klingt attraktiv, bedeutet aber auch höheren Wettbewerb. Für kleine Unternehmen sind Keywords mit 100–500 Suchanfragen/Monat und geringem Wettbewerb oft wertvoller als Keywords mit 10.000 Suchanfragen und starker Konkurrenz.

Was sind Long-Tail-Keywords und warum sind sie wichtig?

Long-Tail-Keywords sind längere, spezifischere Suchanfragen wie 'SEO-Agentur für Handwerksbetriebe Münster' statt nur 'SEO Münster'. Sie haben geringeres Suchvolumen, aber auch deutlich weniger Wettbewerb — und oft höhere Conversion-Rates, weil Nutzer weiter in ihrer Entscheidung sind.

Wie viele Keywords brauche ich?

Lieber 20 gut ausgewählte und sauber umgesetzte Keywords als 200 Keywords ohne klares Konzept. Für eine typische Unternehmenswebsite reichen 5–10 Keywords für Leistungsseiten plus 10–20 Keywords für Blogartikel, um eine solide organische Sichtbarkeit aufzubauen.

Können mehrere Seiten für dasselbe Keyword optimiert werden?

Nein. Wenn zwei Seiten auf Deiner Website für dasselbe Keyword optimiert sind, konkurrieren sie gegeneinander — das nennt sich Keyword-Kannibalisierung. Google weiß dann nicht, welche Seite ranken soll, und beide landen schlechter. Jedes Keyword gehört auf genau eine Seite.

Welche kostenlosen Tools gibt es für die Keyword-Recherche?

Google Suggest (die Autocomplete-Vorschläge bei der Google-Suche), Google Related Searches (am Ende der Suchergebnisseite), Google Search Console (zeigt Keywords, für die Du bereits gefunden wirst), Google Trends (Saisonalität) und AnswerThePublic (Fragen zu einem Thema). Für Suchvolumen-Daten sind kostenlose Versionen von Ubersuggest oder dem Keyword Planer von Google Ads hilfreich.

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